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Freiwillig versichert – Beiträge aus allen Einkünften

erstellt am: 05.02.2015 | Kategorie(n): Allgemein

Auch als Rentner können Sie sich bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichern. Dann werden alle Ihre Einkünfte für die Höhe der Beiträge berücksichtigt. Neben der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung sind unter anderem Versorgungsbezüge, Arbeitseinkommen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, Kapitalerträge, private Lebensversicherungen und seit dem 1. Juli 2011 auch ausländische Renten beitragspflichtig.

Wir helfen Ihnen bei der Finanzierung

Der für Sie maßgebliche Beitragssatz richtet sich nach der Art der beitragspflichtigen Einnahmen. Für die Rente, Versorgungsbezüge und Arbeitseinkommen aus selbständiger Tätigkeit gilt der allgemeine Beitragssatz. Auf eine gesetzliche Rente aus dem Ausland wird ein verminderter allgemeiner Beitragssatz von 8,2 Prozent angewendet.

Sie müssen höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge zahlen.
Bei geringen Einkünften müssen freiwillig Versicherte in der Regel (wenigstens) einen Mindestbeitrag zahlen, der aus einer gesetzlich festgelegten Mindesteinnahme (im Jahr 2014 monatlich 921,60 Euro) berechnet wird.
Bei der 2014 geltenden Beitragsbemessungsgrenze von 4050,00 Euro monatlich und einem allgemeinen Beitragssatz von 15,5 Prozent ergibt sich ein Höchstbeitrag von 627,75 Euro. Der Mindest beitrag beträgt 142,85 Euro. Ist Ihr Ehegatte nicht gesetzlich krankenversichert, können anteilig auch dessen Einnahmen bei Ihrer Beitragsbemessung berücksichtigt werden.
Den Beitrag zahlen Sie selbst an Ihre Krankenkasse. Sie können von Ihrem Rentenversicherungsträger jedoch einen Beitragszuschuss erhalten.

Den Zuschuss müssen Sie beantragen. Damit er zeitgleich mit Ihrer Rente beginnen kann, sollten Sie dies möglichst zusammen mit Ihrer Rentenantragstellung erledigen. Die Rentenanträge enthalten entsprechende Felder. Ausgezahlt wird Ihnen der Zuschuss gemeinsam mit der Rente.

Der Beitragszuschuss für Ihre freiwillige Krankenversicherung wird nach dem allgemeinen Beitragssatz der gesetzlichen Krankenversicherung berechnet. Er wird in Höhe des halben Betrages gezahlt, der sich aus der Anwendung des um 0,9 Beitragssatzpunkte geminderten allgemeinen Beitragssatzes auf den Zahlbetrag Ihrer Rente ergibt. Die Höhe Ihrer tatsächlichen Beitragsaufwendungen für die freiwillige Krankenversicherung hat keine Auswirkung auf die Höhe des Zuschusses.

Beispiel:
Heinz P. ist freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse und erhält eine monatliche Rente in Höhe von 1300 Euro. Zu den Aufwendungen für diese Versicherung zahlt ihm der Rentenversicherungsträger auf Antrag einen Beitragszuschuss in Höhe von 94,90 Euro, der sich folgendermaßen errechnet:
15,5 Prozent – 0,9 Prozent = 14,6 Prozent
14,6 Prozent von 1300 Euro = 189,80 Euro
189,80 Euro : 2 = 94,90 Euro.

Erhalten Sie mehrere Renten der gesetzlichen Rentenversicherung (zum Beispiel eine Witwenrente neben der eigenen Altersrente), wird der Zuschuss aus der Summe beider Renten berechnet. Gezahlt wird der Zuschuss dann jedoch nur zu einer dieser Renten. Eine gesetzliche Rente aus dem Ausland wird bei der Zuschussberechnung nicht berücksichtigt.
Für Pflegeversicherungsbeiträge gibt es keinen Zuschuss

Als freiwillig krankenversicherter Rentner sind Sie versicherungspflichtig in der sozialen Pflegeversicherung. Die Beiträge zur Pflegeversicherung müssen Sie selbst zahlen. Der Beitragssatz beträgt seit dem 1. Januar 2013 einheitlich 2,05 Prozent und 1,025 Prozent für beihilfeberechtigte Personen wie zum Beispiel für Beamte.
Kinderlose Rentner, die nach dem 31. Dezember 1939 geboren sind und das 23. Lebensjahr bereits vollendet haben, zahlen außerdem einen Beitragszuschlag von 0,25 Prozent. Für sie beträgt der Beitragssatz somit 2,3 Prozent oder bei bestehender Beihilfeberechtigung 1,275 Prozent. Als Kinder zählen leibliche, Adoptiv-, Stief- oder Pflegekinder.
Für die Beitragsberechnung werden – wie auch bei den Krankenversicherungsbeiträgen – sämtliche Einkünfte und Einkommensarten herangezogen.
Zu Ihren Pflegeversicherungsbeiträgen zahlen die Rentenversicherungsträger keinen Zuschuss.

 

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